Monthly Archives: Mai 2012

Mein Album ist draußen

Würfel 13 limited CD-R: ‘I had to let God be in Control of ALL Things‘ by Marco TrovatelloSo, gerade eben haben wir, d.h. Stoffel und ich, auf dem kleinen grünen Würfel mein erstes Soloalbum veröffentlicht. Eigentlich gibt es hier nicht viel mehr zu sagen, da so ziemlich alles hier drüben steht. Ich freue mich.

Update, 18 Mai 2012

Vielen Dank für all das positive Feedback, das mich bisher via Facebook, Twitter und als Kommentar auf der Würfel-Release-Seite erreicht hat. Hier gibt’s ein nettes Interview, dass Mo. vom phlow magazin mit mir geführt hat, und da einen Artikel von gulli.com.

Update, 7 Juni 2012

Zweimal Radio Airplay: Quiet Space / ABC Radio National und Freequency / ByteFM (in Christian Grasses Blog mit superschickem Hyperaudio-Player!).

Update 25. Juni 2012

Radio Airplay: Radio Fritz Trackback. FBI Radio

Update 13. August 2012

Radio Airplay: Was ist Musik – BASSMusik mit Klaus Walter auf byteFM.

post-rock paper scissors podcast: ‘Before and after Apollo’

Grundsätzlich war es eh mal an der Zeit, auf diesen großartigen Podcast hinzuweisen: post-rock paper scissors, ein regelmäßiger, meist wöchentlicher Musik-Podcast von Armand Babian (Twitter) aus Los Angeles, der sich mit “(…) post-rock and all things tangentially related” befasst. Ursprünglich mal eine UCLA-Radiosendung, wurde sie 2009 (Episode 1) ins Podcast-Format überführt und mit diesem Blog begleitet.

Und nun das: Eine fulminante, 80 Minuten lange Folge (Nr. 152 übrigens!), die sich thematisch mit der Raumfahrt befasst: “Today’s episode is about how we landed on the moon and how we abandoned it.” Die Musikauswahl ist, wie gewohnt, nicht nur sehr geschmackssicher, sie wird auch dem – schwierigen – Thema vollends gerecht, wird doch der Gegenstand der Raumfahrt oft genug uninspiriert mit abgenudelten Werken aus Klassik und Pop vertont.

Das hier jedenfalls ist Kopfkino der schönsten Sorte, inklusive Neil deGrasse Tyson-Referenzen auf Metaebene (bzw. in Fußnoten und Moderation).

Und es passiert selten genug, dass ich hier mal die Kategorien “Music” und “Space” gleichzeitig anklicken kann. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören und Entdecken.

P.S.: Den Ersthörern sei empfohlen, sich nicht vom Titel irritieren zu lassen. Denn dieser Musik-Podcast kann sehr viel mehr als nur Post-Rock.

P.P.S.: Download auch via iTunes.

Kommentar zur ‘CC-BY-NC’-Broschüre von Creative Commons Deutschland, irights.info und Wikimedia DE

Hallo CC DE, irights.info & Wikimedia DE,

die Lektüre Eurer Broschüre zu ungewollten Nebenwirkungen des Creative Commons NC-Moduls, über die ich mich auf der re:publica sehr gefreut habe, läßt mich offen gesagt etwas enttäuscht zurück. Natürlich verstehe ich Euren Ansatz, der Einschränkung der Verbreitung freien Wissens und freier Bildung durch falsch verstandene Nutzung des NC-Moduls vorbeugen zu wollen. Doch genau hier – der Fokussierung des Broschüreninhalts auf den Bildungssektor – liegt das Problem. Um dieses zu beschreiben muss ich ein klein wenig ausholen:

Ich beschäftige mich mit CC-Lizenzen in einer Doppelrolle. Einerseits als verantwortlicher Redakteur für Webportal und Social Media Kanäle des DLR. Hier haben wir die CC-BY vor einigen Monaten offiziell eingeführt. Dazu bedurfte es neben dem ursprünglichen Anruf von ersten Gespräch mit Mathias Schindler wenig Überzeugungsarbeit – ich hatte schnell verstanden, wieso für Wikipedia und viele andere mit Wissen und Bildung befasste Organisationen die NC-Variante keine Option ist – dies ist in der Broschüre ja ebenfalls ausführlich und sehr gut beschrieben.

Andererseits bin ich Musiker und Netlabel-Mitbetreiber. Hier fehlt es der Broschüre m.E. an Substanz. Neben zwei kurzen Kapiteln über Mashups und GEMA gibt es hier leider keinen weiteren Erkenntnisgewinn. Ich hatte mir erhofft, mithilfe der Broschüre mehr über Praxis und Möglichkeiten von (unabhängigen) Musikern, Label- und Verlagsbetreibern sowie anderen ‘Kreativen’ zu erfahren, doch diese Hoffnung wird leider nicht erfüllt.

Als Musiker und Netlabel-Betreiber wähle ich das NC-Modul ja nicht, weil ich permanent befürchte, dass irgendwelche bösen Big Businesses oder Majors meine Musik ‘klauen’, in die nächste Kampagne verfrachten und damit viel Geld verdienen wollen (obwohl ich via NC-Nutzung auch diesem unwahrscheinlichen Fall vorbeuge). Sie besitzt, neben dem rechtlichen Schutz vor unerlaubter kommerzieller Verwertung, vielmehr auch eine Signalwirkung, die, salopp ausgedrückt. lautet:

“Frag’ mich, bevor Du diesen Inhalt kommerziell nutzt (und ich kann ihn Dir, wenn Du eine Bildungs- oder Kultureinrichtung repräsentierst. ein Blogger, Filmemacher etc. bist und kommerziell arbeitest, immer noch unentgeltlich freigeben.)”

All das (oben beschriebene) kommt in der Broschüre leider (sehr) viel zu kurz – und die wertvollen rechtlichen Hinweise, die Paul Klimpel für Bildungseinrichtungen gibt, würde ich mir für den CC-Kreativsektor ebenfalls wünschen.

Fazit: Eure Broschüre ist für Bildungs- und Kultureinrichtungen bzw. deren Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Nutzung des NC-Moduls sicher wertvoll. Für den Kreativsektor würde ich mir nochmal dasselbe wünschen und biete Euch gerne meine Hilfe an.

P.S.: Download der Broschüre hier.