Category Archives: Netaudio

GEMA-Alternative C3S gegründet

Aktualisiert am 26.9.2013. 20:31

Gestern abend wurde aus der Initiative C3S (FC Stoffel und ich berichteten) die Europäische Genossenschaft Cultural Commons Collecting Society SCE mbH. Ohne viel Tamtam versammelten sich die 50 Gründerinnen und Gründer aus Deutschland, Österreich, England und Frankreich im Rahmen des Hamburger Reeperbahn-Festivals, unterschrieben die Satzung und brachten das Startkapital in Höhe von 31.150 Euro auf. Morgen folgt eine Pressekonferenz, auf der weitere Einzelheiten zum zukünftigen Kurs der C3S bekanntgegeben werden sollen.

Neben einem elfköpfigen Verwaltungsrat wurden einstimmig Wolfgang Senges (Interview in Stadtrevue 08/2013 bzw. hier) und Meik Michalke zu den ersten geschäftsführenden Direktoren der zukünftigen GEMA-Alternative gewählt bzw. ernannt.

Nach einem (noch laufenden) erfolgreichen Crowdfunding von bisher 97.000 100.000 Euro, schier unglaublichem Durchhaltevermögen in Form von gefühlten Hunderten von Paneldiskussionen (oft auch mit GEMA-Vertretern), Interviews, Artikeln, Stammtischen, Konferenzen usw. usf. nun dieser wichtige, symbolische Schritt: Keine informelle Initiative mit dem OpenMusicContest e.V. als Träger mehr, sondern eine, nun ja, echte Rechtsform als SCE, deren gestern beschlossene Satzung allerdings noch geprüft werden muss. Danach erfolgt die Eintragung.

Über die guten Wünsche, z.B. auf Twitter, freut sich die C3S, entgegnet aber: “Jetzt fangen wir erst an.

Dieses ist ein Crosspost meines Artikels für den Stadtrevue Blog.

80.000 Euro in 19 Tagen: Zum erfolgreichen Start des C3S-Crowdfundings

In 19 Tagen 80.000 Euro gesammelt – das verkündet heute die Cultural Commons Collecting Society (C3S) zum Stand Ihres Crowdfundings auf der Plattform Startnext. FC Stoffel hat für die aktuelle Printausgabe (August 2013) der Stadtrevue mit Wolfgang Senges von der C3S gesprochen, einige Fakten zusammengetragen und ich habe mir den (gelungenen) Sampler zum Gründungscrowdfunding angehört. Hier gibt’s das ganze frisch gebloggt auf stadtrevue.de.

Space Night: Web-Relaunch am 5. August – mit CC-Musik

Update, 7. August 2013

Mit ein wenig Verzögerung ist die neue Website inklusive Uploadmöglichkeit für Creative Commons (CC)-lizensierte bzw. gemafreie Musik soeben live geschaltet worden: spacenight.de

Wer die Nutzungsbedingungen aufmerksam liest wird feststellen, dass der Bayerische Rundfunk (BR) pro verwendeten Track einen Betrag von 150 Euro an den oder die Künstler/in zahlt. Wie unten bereits beschrieben interpretiert der BR bzw. die Space Night-Redaktion CC eindeutig nicht als Kostenloskultur.

Am Montag, 5. August 2013, wird der Bayerische Rundfunk (BR) eine erste Version der neuen Space Night-Website freischalten, auf der Musiker und Komponisten ihre Soundtracks für zukünftige, neue Folgen hochladen können. “Die ‘neue Space Night’ dürfte damit die erste Fernsehserie weltweit sein, bei der ein zentraler Bestandteil der Folgen – die Musik – durch die Community im Internet generiert wird”, teilt mir Redakteur und Projektleiter Thomas Hausner mit. Unter seiner Regie entstanden auch die vier bisherigen, überwiegend mit Creative Commons(CC)-Musik neuvertonten Space Night-Folgen.

Space Night. Quelle/Copyright: Bayerischer Rundfunk / ARD.

Space Night. Quelle/Copyright: Bayerischer Rundfunk / ARD.

Doch zunächst in aller Kürze das bisher Geschehene: Mitte Januar 2013 drohte dem Kultformat Space Night das Aus – gestiegene Kosten für die Ausstrahlungen der musikuntermalten Folgen wurden als Grund angegeben. Mithilfe einer engagierten Fangemeinde, zahlreichen, unter Creative Commons lizensierenden Netzmusikern, die ihre Musik zur Verfügung stellten, sowie durch das Engagement des BR-Redakteurs Thomas Hausner konnte das Format nach kurzer Pause wieder ausgestrahlt werden. Zunächst wurde eine, wenig später dann drei weitere Space Night-Folgen mit freier Musik vertont sowie weitere Folgen mit klassischer Musik des BR-Sinfonie-Orchesters. Diese laufen bis heute in nächtlicher Rotation im Bayerischen Fernsehen sowie auf BR Alpha .

Nun also der erste Schritt der Neukonzeption des Formats: Am 5. August 2013 geht unter SpaceNight.de eine neue Website an den Start, die in der ersten Version Musikern und Komponisten ermöglichen wird, Ihre Werke hochzuladen und somit das Prinzip der community-basierten Vertonung der Space Night fortführt. Ein Schelm, wer nun denkt, der BR wolle hier einen Selbstbedienungsladen für durch ihn kostenlos nutzbare Musik eröffnen. Von der Redaktion ausgewählte Tracks werden für die Nutzung lizensiert und adäquat vergütet – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Weiterhin werden auf der Website die vier überwiegend mit Creative Commons-Musik neuvertonten “alten” Space Night-Folgen zu sehen sein. Endlich, denn bisher musste man entweder die Nächte durchmachen oder auf diesen qualitativ eher schlechten (und nicht ganz legalen) Mitschnitt zurückgreifen:

Ab 1. November 2013 sollen dann die neuen Folgen mit über die Website hochgeladene Musik zu sehen sein. Doch Thomas Hausner hat noch mehr vor: “Die Qualität der bisher verwendeten CC-Musik bei der Neuvertonung ‘alter’ Space Night-Folgen war mit ausschlaggebend für das Projekt, die neuen Space Night-Folgen in HD und ebenfalls mit CC-Musik zu produzieren”, sagt er. Hausner ist bereits in Kontakt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das bereits zugesagt hat, sein Filmaterial umfangreich zur Verfügung zu stellen, sowie mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäischen Südsternwarte ESO.

Freuen wir uns also auf das, was noch kommt! Ich bleibe am Ball.

P.S.:

Offenlegung: Ich veröffentliche meine Musik unter CC und sie wurde bereits mehrmals in den neuvertonten Folgen der Space Night gespielt. Außerdem arbeite ich für das DLR.

P.P.S.: Dieser Artikel wurde am 30. Juli 2013 von Tobias Schwarz als Crosspost auf netzpiloten.de veröffentlicht.

Ignition Mix – Sampler zur Gründung der C3S

Am 15. Juli 2013 startet die Crowdfunding-Kampagne zur Gründung der Cultural Commons Collecting Society als europäische Genossenschaft. Die C3S, so die Kurzform, ist derzeit eine Initiative, die sich anschickt, als “faire Alternative zur GEMA” ihre Mitglieder stärker in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen und die von vielen vermissten Freiheiten wie z.B. Einzellizensierungen und Nutzung von Creative Commons-Lizenzen ganz selbstverständlich einzuräumen.

Sinnbildlich als “Zündung” vor dem Start des Crowdfundings in der kommenden Woche ging gerade die zugehörige Compilation mit dem schönen Namen Ignition im Free Music Archive online, zu der viele bekannte oder auch weniger bekannte, unter Creative Commons veröffentlichende Musikerinnen und Musiker beigetragen haben, unter anderem Zoe.leela, Sudio, Von Korf, Die Leere im Kern Deiner Hoffnung und auch ich selbst. Von allen wurde ein Testimonial erbeten, in dem man darlegt, warum man die C3S und ihre Gründung unterstützt. Meins lautet:

“To me, foundation of C3S is long overdue. Stop bashing GEMA, join C3S and support liberation of artists and fair dissemination of cultural goods.”

Den Sampler zum freien Download und weitere Testimonials sowie Infos gibt es hier.

Old Splendifolia/F.S. Blumm: Das komplette Interview (Stadtrevue Netzmusik #9)

F.S. Blumm

F.S. Blumm. Bild: fsblumm.free.fr

Gestern habe ich im Stadtrevue-Blog die aktuelle Netzmusik-Kolumne über das Album “Utterly Heartbreaking” von Old Splendifolia veröffentlicht – heute folgt nun das komplette Interview mit Frank Schültge alias F.S. Blumm, einer Häflte des Duos.

Frank, gemeinsam mit Jana Plewa hast Du im Januar 2013 auf dem italienischen La bèl Netlabel das Album ‘Utterly Heartbreaking‘ veröffentlicht. Ist das Deine erste Veröffentlichung auf einem Netlabel?

Meine erste Veröffentlichung auf einem Netlabel war auf demselben Label eine Kollaboration mit Lucrecia Dalt.

Old Splendifolia: Utterly Heartbreaking

Old Splendifolia: Utterly Heartbreaking. Bild: labelnetlabel.com

La bèl bietet ‘Utterly Heartbreaking’ einerseits als kostenlose EP, andererseits als komplettes Album für drei Euro und auch als handgemachte CD in limitierter Auflage an – das ganze ist zudem meiner Recherche nach Deine erste Veröffentlichung unter einer Creative Commons-Lizenz. Was versprechen sich Label und Band von dieser neuen Form der Distribution und Veröffentlichung? Auch Dein neues Soloalbum ‘Food’ hast Du vor kurzem via Bandcamp veröffentlicht …

Dass die Musik draußen ist und diejenigen findet die sie mögen. Dass neue Menschen auf uns aufmerksam werden; Fans was zum Knabbern haben und dass wir Konzerte spielen. Und finanziell: Vielleicht eine Lizenz abgreifen, wäre natürlich schön …

Was genau meinst Du mit ‘Lizenz abgreifen’? Dass jemand die Musik bspw. für ein Filmprojekt, Remix oder ähnliches lizensiert?

Ja, genau. Fernsehfilm, Kinofilm, Doku, Werbung … scheint – zumindest in meinem Falle – ohnehin die einzige Art zu sein durch eine Veröffentlichung heutzutage ernsthaft etwas verdienen zu können …

Sagen wir mal es funktioniert: Creative Commons hilft Euch dabei, bekannter zu werden, es ergeben sich Konzerte und neue Kollaborationen, Remixe etc. … wäre das eine Basis, auf der Du bzw. Ihr weiter arbeiten würdet? Wäre die C3S (s. auch Netzmusik #03) eine Alternative für Euch, so sie denn gegründet wird? Sie schickt sich ja schon an, alles fairer und besser zu machen, als das derzeit bei GEMA der Fall ist. Dein Verleger setzt sich ja ebenfalls bereits sehr kritisch mit der ganzen Thematik auseinander …

Tja, die GEMA hat durch ihr langes Alleinherrscher-Dasein einfach die Bodenhaftung verloren; das wird insbesondere sichtbar bei ihrer extrem ungerechten Verteilungs-Politik und der gezielten Fehlinformation von Laden- und Clubbesitzern. Durch eben diese Monopol-Stellung kann es aber wohl noch lange dauern, bis insbesondere Airplay von anderen Verwertungsgesellschaften adäquat vergütet werden kann.

Kannst Du kurz etwas zur Produktion von ‘Utterly Heartbreaking’ sagen? Die Songs haben durch ihre Aufnahmeästhetik, ihren teils improvisierten Charakter und die Field Recordings etwas sehr intimes, persönliches … war das von Anfang an so geplant?

Wir wollten, dass es nahe an dem dran ist an dem, was man auf einem Konzert von uns bekommt. Generell mag ich es sehr, mit dem Mikrofon in den Mikrokosmos einzutauchen, die kleinsten Bewegungen der Finger auf den Saiten hörbar machen, das leiseste Knistern und Hauchen einzufangen. Bei den Field Recordings wollten wir, dass die Stimme so klingt als wäre sie im Wald eingesungen, also haben wir sie im Wald eingesungen :)  … zufälligerweise kam dann ein Mopedfahrer vorbei.

Old Splendifolia

Old Splendifolia: Jana Plewa (rechts) und F.S. Blumm. Bild: labelnetlabel.com

Einige Songs wie bspw. “Woman in the Reek” wirken stärker ausarrangiert … eine Richtung, in die es für ‘Old Splendifolie’ weitergehen könnte?

Momentan eher das Gegenteil: je freier die Stücke sind, desto stärker können wir mit ihnen spielen – und desto mehr machen wir Musik während wir Musik machen.

Vielen Dank für das Interview!

re:publica 2013: Ein Resümee

Vorweg: Es war die bisher beste re:publica überhaupt und mein größter Respekt gebührt allen, die das möglich gemacht haben. Für mich gibt es nur ein Fazit: Alles, aber auch wirklich alles haben die Veranstalter und Organisatoren richtig gemacht.

Nach dem eher leichten und unterhaltsamen Panel des letzten Jahres “Tweeting from Space for the Digital public” konnte ich gemeinsam mit Geraldine und Sandra in diesem Jahr die Space-Sessions des Open Science Tracks kuratieren. Es wurde zwar nicht der große Wurf, den wir uns vorgenommen hatten – von geplanten neun blieben nur vier (oder, genauer gesagt, drei) Sessions übrig – doch die hätten besser nicht sein können. Beginnen wir mit einem meiner Highlights des Science Tracks:

Carolinas Blog und ihre Arbeit verfolge ich schon eine Weile mit großem Interesse – und habe mich sehr darüber gefreut, dass wir sie einladen konnten und sie, trotz der Tatsache, dass sie vor nicht allzu langer Zeit Mutter wurde, die lange Reise aus Südafrika gemeinsam mit ihrer Familie auf sich genommen hat. Großer Dank gebührt re:publica und Geraldine de Bastion, die die Einladung ermöglicht hat.

https://twitter.com/marco_t/status/331700934138793985

In Ergänzung zu ihrem Vortrag hier noch drei Medienbeiträge, die Ihr Euch auf jeden Fall ansehen bzw. anhören solltet:

3sat nano

https://twitter.com/marco_t/status/332612871504666624

https://twitter.com/dctp_tv/status/332023677837250560

Und als Netzmusiker gefiel mir der Astro-Sound-Hack Chromotone natürlich sehr gut:

https://twitter.com/marco_t/status/331705896298246144

Weiter ging es mit den Part Time Scientists: Diese beiden jungen Herren – Karsten Becker und Robert Böhme – und ihr fast 100-köpfiges, über den Erdball verteiltes Team, sind mit dem Mondrover Asimov einer der Favoriten im Wettbewerb um den Google Lunar XPrize. Ziel: Bis 2015 einen Rover auf dem Mond landen, dort mindestens 500 Meter fahren, High-Definition-Video und Bilder zur Erde senden. Das von Google ausgelobte Preisgeld beträgt im Maximalfall 30 Millionen US-Dollar. Wenn man nun bedenkt, dass der geplante Start mit einer russischen Trägerrakete vom Typ Dnepr eine ähnlich hohe Summe kosten wird, hat man in etwa einen Eindruck davon, dass die Part Time Scientists hier nicht nur enorme technische, sondern auch administrative Herausforderungen meistern müssen. Wenn Robert, Karsten und Team allerdings mit demselben Enthusiasmus zur Sache gehen wie bei Ihrem Talk auf der re:publica, bin ich mir sicher, dass sie es schaffen werden.

Unterstützt werden die Part Time Scientists vom DLR, genauer gesagt vom DLR-Institut für Robotik, das neben der Antriebstechnologie auch die intelligente, autonome Navigation auf Basis von Umgebungswahrnehmung beisteuert.

Letztlich dann noch mein eigener kleiner Beitrag namens “Space Science as a Creative Commons?“, der im Workshop-Bereich stattfand und daher nicht aufgezeichnet wurde. Die Folien gibt es hier:

Space science as a creative commons? from Marco Trovatello

Entgegen der Ankündigung habe ich für den Vortrag noch einiges zum Thema Open Access zusammenrecherchiert: Nach einem Blick auf den “großen Bruder” NASA und dessen Status quo in puncto Copyright law bzw. Non-Copyright und Public Domain habe ich mir den aktuellen Stand der Dinge in Europa angesehen – und bin zu Ergebnis gekommen, dass die European Space Agency bereits erfreulich frei und offen mit Daten ihrer Erdbeobachtungs-, Planetenforschungs- und Astronomiemissionen umgeht, in Bezug auf ihre eigenen (PR-)Medien allerdings in puncto freier Lizensierung noch nicht zum unter Creative Commons lizensierenden DLR aufgeschlossen hat.

Discussion following

Discussion following “Space as a creative commons?” talk. Image credit: republica, CC-BY.

In der anschließenden, kleinen Diskussionsrunde mit John Weitzmann (Creative Commons Deutschland, iRights.info), Paul Klimpel (iRights.info), Mathias Schindler (Wikimedia Deutschland), Kirsten Rulf (Autorin und Redakteurin, WDR/ARD Aktuell) und einigen anderen wurde zwar durchaus kontrovers, aber – zumindest meiner Meinung nach – auch sehr erkenntnisbringend debattiert. Ich habe hierzu einen separaten Artikel geschrieben.

Hojun Song’s Talk zur Open Source Satellite Initiative fiel leider aus, er schaffte es offenbar nicht rechtzeitig, dafür aber gab es ein Video-Interview mit Ai WeiWei.

https://twitter.com/marco_t/status/332161238903713792

Und sonst?

John Weitzmann lud zur Diskussion “Space Night Mission Control … GEMA, we have a problem. Fluch und Segen freier Inhalte in kommerziellen Märkten”: Das Team “Contra” in diesem von John moderierten Streit stellten Ellen Vorac , Label-, Musik- und Digitalvertriebsexpertin, und Volker Tripp, Jurist, Netlabel-Betreiber (ideology) und freier Journalist (Breitband), das Team “Pro”  stellten Luci van Org, Musikerin und Autorin, und ich in meiner Rolle als unter CC veröffentlichender Musiker und Netlabel-Mitbetreiber. Das Besondere an der Diskussion war das streng festgelegte Format, das einen etwaigen verbalen Schlagabtausch gar nicht erst zuließ, sondern durch per Stoppuhr gesteuerte Länge der Redebeiträge pointierte Thesen und Argumente hervorbrachte.

Space Night-Diskussion auf der rp13

Space Night-Diskussion auf der rp13: Links Team Pro (Luci van Org, Marco Trovatello), rechts Team Contra (Ellen Vorac, Volker Tripp). Bild: Andrea Schaub.

Das sah in etwa so aus:

Zunächst die These des Teams Pro (Luci,  Marco):

“Angesichts des Verschwimmens der Rollen im Musikgeschäft (keine klare Trennung mehr zw. Musiker, Texter, Produzent, Vermarkter etc.) sollten freie Inhalte ein Mittel sein, das allen Künstlern selbstverständlich zur Verfügung steht und nicht von überkommenen Verwertungsstrukturen ausgebremst wird.”

Es folgten jeweils vier Minuten Argumente von Team Pro und Team Contra, dann die These des Teams Contra:

“Freie Inhalte drücken Preise im Lizenz-Bundle-Geschäft und dienen für sehr bekannte Künstler dazu, sich auf Kosten anderer Aufmerksamkeit zu verschaffen”

Space Night-Diskussion, re:publica 2013

Space Night-Diskussion, re:publica 2013. Bild: Tobias Schwarz.

Dann wieder jeweils vier Minuten Argumente von Team Pro und Team Contra, spontane These des Moderators John Weitzmann, acht Minuten Schlussdiskussion, Ende. Das ganze ging zack-zack, kam ohne Polemik aus und war – so hoffe ich – für alle Beteiligten und Zuhörerinnen genauso erfrischend wie für mich. Leider auch hier keine Aufzeichnung, da es sich nur um eine kleine Session im Workshop-Bereich handelte.

Rezeptions-Overflow: Noch mehr Kultur, Science, Technologie, Politik …. meine weiteren persönlichen Glanzlichter (in keiner bestimmten Reihenfolge) waren …

… der Talk zum “Making of” des animierten Kurzfilms R’ha:

https://twitter.com/marco_t/status/331529520295317506

… Cory Doctorows Talk zu Digital Rights Management (DRM) und Computer in unseren Körpern:

… Mathias Schindler und der “Urheberrecht-Yeti”:

… Peter Kirn zu Mensch-Musik-Maschine Interfaces aus historischer wie heutiger Sicht:

https://twitter.com/marco_t/status/332976694363316225

… sowie etwa 50 verpasste Sessions, die ich ebenso interessant fand.

Und sonst noch?

https://twitter.com/SimSullen/status/331866308419399680

Abends Netlabel-Opa-Stammtisch, yeah!