Category Archives: Space

Wiki ‘GEMA-freie Musik für die SpaceNight’ aufgesetzt

Ich habe hier schnell und dreckig ein Wiki zur Sammlung GEMA-freier Musik für die SpaceNight aufgesetzt. Für den Moment lasse ich es absolut offen, sodass alle ihre Sachen fix eintragen können, werde es in absehbarer Zeit aber mit einem Passwort schützen bzw. Benutzerkonten einführen.

Weitere Infos zum Thema Netaudio und SpaceNight hier.

Good bye Space Night – oder doch nicht?

(Unten gibt es mehrere Updates …)

Ich habe sie zwar lange nicht mehr geguckt, irgendwie liegt sie mir aber trotzdem am Herzen: Die Space Night auf BR Alpha bzw. früher im Nachtprogramm des ‘dritten’ Bayerischen Fernsehens. Das am 1. Juni 1994 gestartete Format ging mit seinem unvergleichlichen Mix aus geschmackssicher ausgewählter elektronischer Musik und Weltraumaufnahmen am 7. Januar 2013 letztmals auf Sendung – offenbar unter anderem aufgrund einer Gebührenreform der GEMA, die zu einer Erhöhung der Produktionskosten des Nischenformats führten, wie der Blog Research Institute und Thomas Stadlers Blog Internet Law berichten.

Erde bei Nacht (Mosaik). Bild: NASA/DLR.

Erde bei Nacht (Mosaik). Bild: NASA/DLR.

Obwohl ich als Online-Redakteur nur am Rande daran beteiligt war, so hat doch mein Arbeitgeber DLR bzw. meine Abteilung einiges an Footage für die Space Night beigesteuert – des öfteren waren beispielsweise auch Aufnahmen von DLR-Missionen bzw. Missionen mit deutscher Beteiligung zu sehen, für die es nun keine solche Plattform im klassischen TV mehr gibt.

Den wahrscheinlich bescheidenen Versuch, die Space Night mithilfe GEMA-freier Musik wiederzubeleben, möchte ich gerne unterstützen und verweise hier exemplarisch auf die guten Artikel und Aufrufe von von Christian Grasse, dem Kraftfuttermischwerk und RA Stadler.

Ferner erteile ich der Redaktion Space Night hiermit die ausdrückliche Nutzungserlaubns aller Tracks meines (CC-lizensierten) Albums (und in Kürze vielleicht auch des gesamtem Backkatalogs des kleinen grünen Würfels. da muss ich noch mit Partner und Gründer Stoffel sprechen).

Und nicht zuletzt würde ich mich im Rahmen meines Jobs dafür einsetzen, dass wir der Space Night noch viel, viel mehr Bildmaterial (sowohl Bewegtbild als auch Stills) zur Verfügung stellen. Dieses Footage lizensieren wir im DLR übrigens, solange es sich um ein alleiniges DLR-Copyright handelt, unter CC-BY – was ebenfalls gut zum von Christian Grasse aufgeschriebenen, netzaffinen Konzept passen würde.

Update (18.01.2013)

Christian Nitsche, Pressesprecher des BR, hat sich zum Thema geäußert. Man arbeite an einem neuen Konzept. Weiter heißt es:

“Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen zur Neugestaltung der GEMA-Beiträge mit der ARD. Fest steht, dass sich bei einer Fortführung der musikuntermalten “Space Night” die Kosten für die Ausstrahlung nach jetzigem Stand deutlich erhöhen würden. Jährlich ist von einem niedrigen siebenstelligen Betrag nur für die Musikrechte auszugehen. Diese Mehrkosten wären zu Lasten anderer Programmformate gegangen.”

Quelle: BR-Pressemitteilung (mittleriweile depubliziert)

Auf Nachfrage von Christian Grasse via Twitter bestätigte die BR-Pressestelle, dass es sich somit um mindestens eine Million Euro handele.

Update (21. Januar)

Nach interner Rücksprache will auch mein Arbeitgeber DLR die – in den letzten Jahren ein wenig eingeschlafene – Kooperation wiederaufnehmen.

Update (22. Januar)

Ich habe ein Wiki zur Sammlung GEMA-freier Musik für die SpaceNight aufgesetzt.

Update (23. Januar)

Wie verschiedene Blogs (Tobias Schwarz/Isarmatrose, Christian Grasse/Metawelle) und Medien (Heise, ARD Pressestelle) berichten, soll die SpaceNight fortgesetzt werden. Möglich wird das durch die Verwendung von Musik, an denen der BR die Rechte besitzt, allerdings prüfe man auch die Verwendung von unter Creative Commons lizensierter Musik, so BR-Pressesprecher Christian Nitsche in einer E-Mail an Tobias Schwarz.

Und nebenbei füllt sich das Wiki mit großartiger CC-Musik von allen Seiten.

Update (23. Januar)

Der Freitag hat soeben einen kritischen Artikel zum Thema SpaceNight und deren im Netz bereits an veschiedenen Stellen mehr oder weniger euphorisch verkündeter Rettung veröffentlicht. Der Beitrag legt das nahe, was viele – auch mich – in den letzten Tagen schon gedanklich beschäftigte: Welchen Aufwand wird würde der BR bzw. die entsprechende Redaktion betreiben müssen, um die eine neukonzipierte SpaceNight mit CC-Musik vertonen zu können? Neben Recherche-, Redaktions- und Produktionsaufwand ginge es in der Hauptsache – und das kenne ich von der CC-Komponente meines Jobs ganz gut – um fortwährendes Lizenzmanagement und rechtliche Prüfung. Christian Grasse hat sich ebenfalls bereits zum Thema geäußert. Eine ‘Rettung’ der Space Night durch CC-Musik wird unwahrscheinlicher.

Update (23. Januar)

Zuendfunk-Beitrag online: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/sendeschluss-die-space-night-verabschiedet-sich-100.html

Update (24.01.2013)

Der BR hat am 23. Januar nachmittags den Zündfunk-Radiobeitrag aus dem Netz genommen:

Einige Stunden später veröffentlichtete der BR eine Presseinformation mit dem Titel ‘Return of Space Night‘, die u.a. folgendes beinhaltete:

“BR-alpha tritt am Montag, 25. Februar, wieder in den Orbit ein und sendet die bekannten Folgen der “Space Night”. Das Bayerische Fernsehen wird ab dem Osterwochenende ebenfalls wieder die beliebten Folgen zeigen. Der Bayerische Rundfunk und die GEMA haben im Rahmen der laufenden Verhandlungen den Status der “Space Night” geklärt.”

Weiter heißt es:

“Derzeit laufen zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der GEMA Verhandlungen über die Nutzung der Musikrechte. Der BR wird weiterhin in Hörfunk und Fernsehen auch auf das hochqualitative Musikrepertoire der GEMA-Mitglieder zurückgreifen.”

In etwa zeitgleich veröffentlichte die GEMA eine Presseinformation, aus der dieser Absatz stammt:

“Derzeit laufen zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der GEMA Verhandlungen über die Nutzung der Musikrechte. Der BR wird weiterhin in Hörfunk und Fernsehen auf das hochqualitative Musikrepertoire der GEMA-Mitglieder zurückgreifen.”

Nein, ich habe nicht aus Versehen zweimal denselben Text eingefügt. Und ja, beide Pressemitteilungen verwenden – bis auf das Wort ‘auch’, das eine klitzekleine Türe offen läßt – exakt dieselbe Formulierung. Ein Schelm, wer denkt, dass BR und GEMA sich hier abgestimmt hätten. Weiterhin bemüht sich GEMA, in der Presseinformation klarzustellen, dass die Neukonzeption der Space Night eine “rein redaktionelle Entscheidung des BR” sei.

Was bleibt also? Ein netter Sturm im Wasserglas, den die Netaudio-Szene hier produziert hat? Vielleicht ja, vielleicht aber trozdem ein bisschen mehr. Obwohl CC-Musik derzeit keine wirkliche Alternative für die Space Night zu sein scheint (wie man dem offline gestellten Interview mit BR-Alpha-Chef Werner Reuß entnehmen konnte), hat mich die Schlagfertigkeit und Kraft, die die CC- und Netaudiogemeinschaft gezeigt hat, einmal mehr beeindruckt. Und auch wenn mein Dank der Gesamtheit gilt, so will ich doch noch einmal explizit Christian Grasse, Tobias Schwarz, aber auch den vielen Musiker/innen und Labels danken, die der Space Night ihre – Achtung, kfeine Ironie – “hochqualitativen Werke” zur Verfügung gestellt haben.

Und, damit das hier nicht unerwähnt bleibt: Die Verwendung klassischer Musik der, wie es in der BR-Pressemitteilung so schön heißt, ‘Klangkörper‘ des BR will man ja nun offenbar in die Tat umsetzen – und fügt als Beispiel ’2001 – Odyssee im Weltraum’ an. Toller Film, ja. Klassiker: auch, in jedem Fall. Aber: Wie ich hier schon mal schrieb, wird doch der Gegenstand der Raumfahrt schon oft genug uninspiriert mit abgenudelten Werken aus Klassik und Pop vertont – und hier bildete die BR Space Night eine schöne Ausnahme. Und wenn ich mir zeitgemäße Ambienttracks von Netlabels wie rec72 oder Clinical Archives zu Bildern aus dem Orbit und dem Deep Space vorstelle … aber lassen wir das.

post-rock paper scissors podcast: ‘Before and after Apollo’

Grundsätzlich war es eh mal an der Zeit, auf diesen großartigen Podcast hinzuweisen: post-rock paper scissors, ein regelmäßiger, meist wöchentlicher Musik-Podcast von Armand Babian (Twitter) aus Los Angeles, der sich mit “(…) post-rock and all things tangentially related” befasst. Ursprünglich mal eine UCLA-Radiosendung, wurde sie 2009 (Episode 1) ins Podcast-Format überführt und mit diesem Blog begleitet.

Und nun das: Eine fulminante, 80 Minuten lange Folge (Nr. 152 übrigens!), die sich thematisch mit der Raumfahrt befasst: “Today’s episode is about how we landed on the moon and how we abandoned it.” Die Musikauswahl ist, wie gewohnt, nicht nur sehr geschmackssicher, sie wird auch dem – schwierigen – Thema vollends gerecht, wird doch der Gegenstand der Raumfahrt oft genug uninspiriert mit abgenudelten Werken aus Klassik und Pop vertont.

Das hier jedenfalls ist Kopfkino der schönsten Sorte, inklusive Neil deGrasse Tyson-Referenzen auf Metaebene (bzw. in Fußnoten und Moderation).

Und es passiert selten genug, dass ich hier mal die Kategorien “Music” und “Space” gleichzeitig anklicken kann. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören und Entdecken.

P.S.: Den Ersthörern sei empfohlen, sich nicht vom Titel irritieren zu lassen. Denn dieser Musik-Podcast kann sehr viel mehr als nur Post-Rock.

P.P.S.: Download auch via iTunes.

Session auf der re:publica 12

Update, 20. Mai 2012

Das Video der Session ist online:

Update, 1. Mai 2012, 15:21

Los geht’s! Storyboard fertig, Slideshow fertig, Moderation steht, und für den Flug habe ich mich auch eingecheckt. Ich freue mich sehr – auf meine Session-Gäste und Kollegen (siehe unten), Andreas Schepers & viele andere Freunde, Kumpel und Kollegen wie FC StoffelMo. SauerSim SullenKatti … und auf die, mit denen ich schon länger und öfter über Soziale Netzwerke kommuniziere und sie zum ersten Mal perönlich kennenlernen werde. Hoffentlich reichen zwei Tage dafür. Wir sehen uns morgen!

re:publica 2012Am 2. Mai 2012 werde ich im Rahmen meines Jobs beim DLR an einer Session der re:publica Berlin teilnehmen. Die re:publica ist eine der größten Konferenzen Deutschlands zum Thema Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft.

Für das DLR habe ich über den re:publica Call for Papers ein Panel mit dem Titel “Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeitsarbeit” initiiert. Dabei sein werden die ESA-Astronauten Samantha Cristoforetti und Paolo Nespoli sowie meine sehr geschätzten Kollegen Jocelyne Landeau-Constantin, die das ESA-ESOC Communication Office in Darmstadt leitet, sowie Bob Jacobs, der bei NASA als Deputy Associate Administrator of Communications (in etwa: Stellvertretender Leiter der NASA-Kommunikationsabteilung) tätig ist, und meine Wenigkeit sitzen.

Im Rahmen der 60-minütigen Session werden wir darüber sprechen, warum im Space-Kontext überhaupt getwittert und gebloggt wird und wie das Ganze – insbesondere aus dem All – funktioniert. Ebenfalls werden wir diskutieren, warum die intensive Nutzung von Social Media mittlerweile zu einem integralen Bestandteil der Kommunikationsstrategie der drei Raumfahrtagenturen geworden ist.

Was 2007 als “Klassentreffen” von Bloggern mit 700 Teilnehmern begann, zieht heutzutage über 3000 Teilnehmer an. Nach einem überfüllten Friedrichstadtpalast in den vergangenen Jahren findet die re:publica nun in der Station Berlin, dem ehemaligen Kreuzberger Postbahnhof statt. Trotz der räumlich nun sehr viel großzügigeren Location bleibt sie, in den Worten der Veranstalter, “eine hochwertige Konferenz mit Festivalcharakter, auf der sich Communities, Vordenker, Netzaktivisten und etablierte Organisationen zum Ideen- und Erfahrungsaustausch alljährlich begegnen.“

In diesem wie in den vorigen Jahren wartet die re:publica mit einer großen Bandbreite sehr interessanter Speaker auf, darunter Mario Sixtus, Mercedes Bunz, Sascha Lobo, Tim Pritlove, Neelie Kroes, EU-Kommissarin für Wettbewerb und die Digitale Agenda, Regierungssprecher Steffen Seibert, und viele, viele mehr.

Weitere Informationen auf http://re-publica.de/12/

Hinweis: Dies ist ein (halber) Crosspost mit dem DLR-Kommunikationsblog, wo ich fast dasselbe aufgeschrieben habe.

P.S.: Ich vergaß zu erwähnen, dass unsere Session am Abend des 2. Mai 2012 von 19.00 bis 20.00 Uhr stattfindet. Wie mir die re:publica-Programmverantwortlichen mitgeteilt haben, werden diese Abendveranstaltungen auch gegen Zahlung eines geringen Eintrittspreises für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sein. (Update, 10. April 2012) Zur Zeit prüfen die re:publica-Organisatoren, ob die Abendveranstaltung für die allgemeine Öffentlichkeit gegen Zahlung eines geringen Eintrittspreises zugänglich sein wird. Konferenztickets (3 Tage, über 200 Stunden Programm) gibt es hier für 130 Euro.

Nachtrag

Der Vollständigkeit halber hier ein Nachtrag hauptsächlich im Job-Kontext von mir geposteter Beiträge:

Creative Commons: Die “Jedermann-Lizenz” und die Inhalte des DLR
(DLR Blogs, 1. März 2012)

SpaceTweetup in Zahlen
(DLR Blogs, 3. April 2012)

ATVTweetup 28/29 March 2012, Toulouse, France
(ein auf die Schnelle mit iPad und iMovie produziertes und noch in derselben Nacht hochgeladenes Video des ATVTweetup, unterlegt mit einem meiner Tracks)

Zwei sehr viel schönere und professioneller produzierte Videos gibt es aber hier …

… und hier:


Amarrage ATV3 : ça tweete ! von CNES

AMS-Interview veröffentlicht

Mein hier bereits erwähntes Interview mit Stefan Schael, dem deutschen Projektleiter des Alpha Magnetic Spectrometer (AMS)-Experiments auf der Internationalen Raumstation ISS, wurde heute veröffentlicht – das heißt: Das DLR-Magazin 132 wird derzeit in gedruckter Form an die Abonnenten versendet und wurde heute vormittag als PDF (11,6 MB) und Flipbook veröffentlicht. Die englische Version wird gegen Ende des Monats erscheinen, die deutsche Version des Artikels lest Ihr hier.

DLR Magazin 132: Endlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

DLR Magazin 132: Endlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.