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re:publica 2013: Ein Resümee

Vorweg: Es war die bisher beste re:publica überhaupt und mein größter Respekt gebührt allen, die das möglich gemacht haben. Für mich gibt es nur ein Fazit: Alles, aber auch wirklich alles haben die Veranstalter und Organisatoren richtig gemacht.

Nach dem eher leichten und unterhaltsamen Panel des letzten Jahres “Tweeting from Space for the Digital public” konnte ich gemeinsam mit Geraldine und Sandra in diesem Jahr die Space-Sessions des Open Science Tracks kuratieren. Es wurde zwar nicht der große Wurf, den wir uns vorgenommen hatten – von geplanten neun blieben nur vier (oder, genauer gesagt, drei) Sessions übrig – doch die hätten besser nicht sein können. Beginnen wir mit einem meiner Highlights des Science Tracks:

Carolinas Blog und ihre Arbeit verfolge ich schon eine Weile mit großem Interesse – und habe mich sehr darüber gefreut, dass wir sie einladen konnten und sie, trotz der Tatsache, dass sie vor nicht allzu langer Zeit Mutter wurde, die lange Reise aus Südafrika gemeinsam mit ihrer Familie auf sich genommen hat. Großer Dank gebührt re:publica und Geraldine de Bastion, die die Einladung ermöglicht hat.

https://twitter.com/marco_t/status/331700934138793985

In Ergänzung zu ihrem Vortrag hier noch drei Medienbeiträge, die Ihr Euch auf jeden Fall ansehen bzw. anhören solltet:

3sat nano

https://twitter.com/marco_t/status/332612871504666624

https://twitter.com/dctp_tv/status/332023677837250560

Und als Netzmusiker gefiel mir der Astro-Sound-Hack Chromotone natürlich sehr gut:

https://twitter.com/marco_t/status/331705896298246144

Weiter ging es mit den Part Time Scientists: Diese beiden jungen Herren – Karsten Becker und Robert Böhme – und ihr fast 100-köpfiges, über den Erdball verteiltes Team, sind mit dem Mondrover Asimov einer der Favoriten im Wettbewerb um den Google Lunar XPrize. Ziel: Bis 2015 einen Rover auf dem Mond landen, dort mindestens 500 Meter fahren, High-Definition-Video und Bilder zur Erde senden. Das von Google ausgelobte Preisgeld beträgt im Maximalfall 30 Millionen US-Dollar. Wenn man nun bedenkt, dass der geplante Start mit einer russischen Trägerrakete vom Typ Dnepr eine ähnlich hohe Summe kosten wird, hat man in etwa einen Eindruck davon, dass die Part Time Scientists hier nicht nur enorme technische, sondern auch administrative Herausforderungen meistern müssen. Wenn Robert, Karsten und Team allerdings mit demselben Enthusiasmus zur Sache gehen wie bei Ihrem Talk auf der re:publica, bin ich mir sicher, dass sie es schaffen werden.

Unterstützt werden die Part Time Scientists vom DLR, genauer gesagt vom DLR-Institut für Robotik, das neben der Antriebstechnologie auch die intelligente, autonome Navigation auf Basis von Umgebungswahrnehmung beisteuert.

Letztlich dann noch mein eigener kleiner Beitrag namens “Space Science as a Creative Commons?“, der im Workshop-Bereich stattfand und daher nicht aufgezeichnet wurde. Die Folien gibt es hier:

Space science as a creative commons? from Marco Trovatello

Entgegen der Ankündigung habe ich für den Vortrag noch einiges zum Thema Open Access zusammenrecherchiert: Nach einem Blick auf den “großen Bruder” NASA und dessen Status quo in puncto Copyright law bzw. Non-Copyright und Public Domain habe ich mir den aktuellen Stand der Dinge in Europa angesehen – und bin zu Ergebnis gekommen, dass die European Space Agency bereits erfreulich frei und offen mit Daten ihrer Erdbeobachtungs-, Planetenforschungs- und Astronomiemissionen umgeht, in Bezug auf ihre eigenen (PR-)Medien allerdings in puncto freier Lizensierung noch nicht zum unter Creative Commons lizensierenden DLR aufgeschlossen hat.

Discussion following

Discussion following “Space as a creative commons?” talk. Image credit: republica, CC-BY.

In der anschließenden, kleinen Diskussionsrunde mit John Weitzmann (Creative Commons Deutschland, iRights.info), Paul Klimpel (iRights.info), Mathias Schindler (Wikimedia Deutschland), Kirsten Rulf (Autorin und Redakteurin, WDR/ARD Aktuell) und einigen anderen wurde zwar durchaus kontrovers, aber – zumindest meiner Meinung nach – auch sehr erkenntnisbringend debattiert. Ich habe hierzu einen separaten Artikel geschrieben.

Hojun Song’s Talk zur Open Source Satellite Initiative fiel leider aus, er schaffte es offenbar nicht rechtzeitig, dafür aber gab es ein Video-Interview mit Ai WeiWei.

https://twitter.com/marco_t/status/332161238903713792

Und sonst?

John Weitzmann lud zur Diskussion “Space Night Mission Control … GEMA, we have a problem. Fluch und Segen freier Inhalte in kommerziellen Märkten”: Das Team “Contra” in diesem von John moderierten Streit stellten Ellen Vorac , Label-, Musik- und Digitalvertriebsexpertin, und Volker Tripp, Jurist, Netlabel-Betreiber (ideology) und freier Journalist (Breitband), das Team “Pro”  stellten Luci van Org, Musikerin und Autorin, und ich in meiner Rolle als unter CC veröffentlichender Musiker und Netlabel-Mitbetreiber. Das Besondere an der Diskussion war das streng festgelegte Format, das einen etwaigen verbalen Schlagabtausch gar nicht erst zuließ, sondern durch per Stoppuhr gesteuerte Länge der Redebeiträge pointierte Thesen und Argumente hervorbrachte.

Space Night-Diskussion auf der rp13

Space Night-Diskussion auf der rp13: Links Team Pro (Luci van Org, Marco Trovatello), rechts Team Contra (Ellen Vorac, Volker Tripp). Bild: Andrea Schaub.

Das sah in etwa so aus:

Zunächst die These des Teams Pro (Luci,  Marco):

“Angesichts des Verschwimmens der Rollen im Musikgeschäft (keine klare Trennung mehr zw. Musiker, Texter, Produzent, Vermarkter etc.) sollten freie Inhalte ein Mittel sein, das allen Künstlern selbstverständlich zur Verfügung steht und nicht von überkommenen Verwertungsstrukturen ausgebremst wird.”

Es folgten jeweils vier Minuten Argumente von Team Pro und Team Contra, dann die These des Teams Contra:

“Freie Inhalte drücken Preise im Lizenz-Bundle-Geschäft und dienen für sehr bekannte Künstler dazu, sich auf Kosten anderer Aufmerksamkeit zu verschaffen”

Space Night-Diskussion, re:publica 2013

Space Night-Diskussion, re:publica 2013. Bild: Tobias Schwarz.

Dann wieder jeweils vier Minuten Argumente von Team Pro und Team Contra, spontane These des Moderators John Weitzmann, acht Minuten Schlussdiskussion, Ende. Das ganze ging zack-zack, kam ohne Polemik aus und war – so hoffe ich – für alle Beteiligten und Zuhörerinnen genauso erfrischend wie für mich. Leider auch hier keine Aufzeichnung, da es sich nur um eine kleine Session im Workshop-Bereich handelte.

Rezeptions-Overflow: Noch mehr Kultur, Science, Technologie, Politik …. meine weiteren persönlichen Glanzlichter (in keiner bestimmten Reihenfolge) waren …

… der Talk zum “Making of” des animierten Kurzfilms R’ha:

https://twitter.com/marco_t/status/331529520295317506

… Cory Doctorows Talk zu Digital Rights Management (DRM) und Computer in unseren Körpern:

… Mathias Schindler und der “Urheberrecht-Yeti”:

… Peter Kirn zu Mensch-Musik-Maschine Interfaces aus historischer wie heutiger Sicht:

https://twitter.com/marco_t/status/332976694363316225

… sowie etwa 50 verpasste Sessions, die ich ebenso interessant fand.

Und sonst noch?

https://twitter.com/SimSullen/status/331866308419399680

Abends Netlabel-Opa-Stammtisch, yeah!

Tonmagnet-Podcast zur Space Night

Vor genau drei Wochen haben Tobias Schwarz und ich uns an einem Freitagabend mit Daniel und Jens vom Tonmagnet-Podcast unterhalten – zum Thema Space Night. Doch hört selbst:

Diesmal kein Um-Kopf-und-Kragen-Reden wie bei der Folge zu Netaudio und dem kleinen grünen Würfel, sondern eher sachliches, nun ja, Sinnieren zu den Themen Öffentilch-rechtlicher Rundfunk, Urheberrecht, Verwertungsgesellschaften, und “Mutige Space Night-Redakteure”.

Nicht zuletzt ging und geht es auch um die Welle der Begeisterung im Netz zur “Rettung der Space Night”, bei der eine Facebook-Gruppe und ein Wiki eine zentrale Rolle spielten, sowie um eine kontroverse Diskussion. die John Weitzmann zurecht anstieß, um auch auf die Schattenseiten des Themas hinzuweisen.

Die von John dargestellte Problematik ist auch Thema eines Panels auf der re:publica 2013, doch dazu mehr ein einem späteren Blogeintrag.

Christian Grasse, der sich in Sachen Space Night ebenfalls sehr engagiert hat, konnte leider nicht teilnehmen – er war zum Zeitpunkt der Aufnahme in Urlaub.

Update:

1. Am Anfang des Podcasts sage ich: “Ich betreibe ein Netlabel …”. Das ist falsch. Richtig (und weniger egozentrisch) ist: “Gemeinsam mit Stoffel betreibe ich ein Netlabel …”.

2. Total vergessen: Herzlichen Dank an Daniel und Jens fürs Einladen und auch ganz generell für Ihren schönen Podcast (den ich auch hier schon mal gewürdigt habe).

Space Night: Es geht weiter …

Der Bayerische Rundfunk hat mir freundlicherweise gestattet, die Sendedaten der neu vertonten Space Night-Folgen zu kommunizieren. Momentan laufen ja in buntem Mix alte Earthviews-Folgen, teils neuvertont mit klassischer Musik des BR-Symphonieorchesters, teils die bereits bekannte Folge mit CC-Musik.

Wenn ich jetzt also richtig liege bin, sollte die erste von drei neuen, mit Creative Commons und weiterer, GEMA-freier Musik vertonte Folge am – Tusch! – 2. Juni 2013 laufen, Wiederholung dann am 7. Juni 2013, jeweils eine weitere neue “GEMA-freie” Folge dann am 15. und 16. Juni 2013. Natürlich kann es immer die ein oder andere Programmänderung geben.

Space Night. Quelle/Copyright: Bayerischer Rundfunk / ARD.

Space Night. Quelle/Copyright: Bayerischer Rundfunk / ARD.

P.S.: Space Night Website sowie Playlists wurden noch nicht entsprechend aktualisiert.

Vortrag/Präsentation Creative Commons in der Wissenschaftskommunikation …

… gehalten am Mittwoch, 5. Dezember 2012, im Rahmen des Forums Wissenschaftskommunikation in Dresden. Hier geht’s zur Dokumentation (Dank an Janina Treude).

Alles zum Urheberrecht – in fünf Minuten

Die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung hat ein sowohl künstlerisch-ästhetisch wie auch inhaltlich sehr gelungenes Video zum Urheberrecht veröffentlicht: Alles übers Urheberrecht und die aktuelle Debatte in 5 Minuten gewissermaßen – lizensiert und frei teilbar via Creative Commons CC-BY-SA.

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(Den Originalbeitrag habe ich im Purer Luxus-Blog gepostet.)

BR bestätigt Einsatz von CC-Musik in neuer Space Night

Nun ist es offiziell. In einer Pressemitteilung bestätigt der Bayerische Rundfunk nun, dass die SpaceNight mit Creative Commons-lizensierter Musik fortgesetzt wird. Darüber  berichtet auch Isarmatrose Tobias Schwarz in seinem aktuellen Blogartikel, der zudem einen guten Überblick über die aktuellsten Ereignisse gibt. Darüber, was genau Tobias, Christian Grasse, eine mutige SpaceNight-Redaktion, ich selbst und viele andere mit dieser schönen Entwicklung zu tun haben, wurde in den letzten Wochen ja viel gebloggt, getwittert und sonstwo gepostet.

Bild: Bayerischer Rundfunk.

Bild: Bayerischer Rundfunk.

Es ist somit an der Zeit, sich einfach nur zu freuen. Zwar ist in der BR-Presseinformation momentan nur von einem “Test” die Rede. Wenn jedoch einmal Fakten geschaffen sind – und zwar mit der ersten Folge in der Nacht von Montag auf Dienstag kommender Woche (heißt, Dienstag, 26.02.2013, 03:00 bis 06:00 Uhr) – wird es, so hoffe ich, ähnlich wie bei einem anderen öffentlich-rechtlichen Vorreiterformat laufen, nämlich dem unter CC-lizensierten Elektrischen Reporter, der momentan (wenn ich richtig liege) bereits in der dritten Staffel läuft.

20 Tracks verschiedenster Stilrichtungen, darunter meinen Infos nach einige mehr oder bekannte, aus Deutschland stammende Netlabels, werden für die erste, neuvertonte Folge der Space Night zum Einsatz kommen.

Also: Entweder Montag auf Dienstag Nacht durchmachen oder fix den Videorekorder programmieren!

Space Night und CC-Musik: So könnte es aussehen

Mit meinen bescheidenen Fähigkeiten habe ich mal – schnell und schmutzig – dieses kleine Video zusammengeschnitten.

Es zeigt Zeitraffer-Aufnahmen des NASA Crew Earth Observations Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS. Diese sind gemeinfrei (siehe auch die Nutzungsbedingungen), d.h. sie unterliegen nicht dem Urheberrecht. Sie können frei heruntergeladen und frei verwendet werden. Die Musik stammt vom Netlabel ‘Der kleine grüne Würfel‘, das Stoffel und ich gemeinsam betreiben. Der verwendete Track von Finn Tark ist unter der Creative Commons CC-BY-NC-ND lizensiert und kann daher – zumindest meiner Ansicht nach – von einer nicht kommerziell arbeitenden, öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt wie dem Bayerischen Rundfunk unter Beachtung der Lizenzbestimmungen verwendet werden. Zusätzlich haben wir vom grünen Würfel, wie alle anderen Netlabels, die ihre Musik ins Spacenight-Wiki eingetragen haben, die Nutzung dort nochmal explizit erlaubt.

Wozu das ganze? Das Video soll demonstrieren, wie Weltraumbilder mit CC-Musik funktionieren – nämliich genauso gut wie mit GEMA-lizensierter Musik auch. In der Hauptsache geht es mir darum, das nicht nur von GEMA gerne verwendete Argument, man finde insbesondere unter der Musik ihrer Mitglieder bzw. den von ihr vertretenen (d.h. auch den ausländischen) Künstlern hochqualitative Werke: Natürlich gibt es diese dort. Genau so gibt es diese hochqualitativen Werke aber unter Creative Commons-Lizenz. Und auch das Auffinden dieser Musik ist mithilfe einschlägiger Podcasts, Blogs oder (Online-)Magazine keine große Schwierigkeit mehr.

Screenshot: NASA Crew Earth Observations ISS Footage. Bild: NASA.

Screenshot: NASA Crew Earth Observations ISS Footage. Bild: NASA.

Aber wem sage ich das: Der BR ist ja bereits (fast) überzeugt. Tobias Schwarz hat die aktuellen Ereignisse hier schön zusammengefasst. Und via Twitter kann man sich auch ein Bild machen.

Übrigens (und wen wundert es?): Auf Youtube bspw. findet man natürlich viele dieser Videos – nicht nur von der NASA Crew Earth Observation Group selbst, sondern auch von vielen anderen Usern. Einige nutzen sogar CC-Musik.

Willkommen zurück, Space Night – mit CC-Musik!

Erde und Mond, aufgenommen währender der D2-Mission. Bild: DLR, CC-BY.

Erde und Mond, aufgenommen währender der D2-Mission. Bild: DLR, CC-BY.

Als der Bayerische Rundfunk (BR) Mitte Januar 2013 das drohende Ende der Space Night, dem schon vor geraumer Zeit Kultstatus erlangenden Chill-Out-Nachtprogramm, verkündete, beteiligte ich mich spontan an einer kleinen Protestaktion. Unter den Beteiligten – und es waren nicht eben wenige – entwickelte sich rasch die Idee, die Space Night mithilfe von Creative Commons-lizensierter Musik zu ‘retten’, da steigende Produktionskosten aufgrund einer drohenden Erhöhung der GEMA-Gebühren zumindest eines der wesentlichen Probleme in puncto Fortführung des Formats darstellten.

Man organisierte sich schnell – allen voran Tobias Schwarz aka Isarmatrose, der eine Facebook-Gruppe aufsetzte, mehrere Blogartikel zum Thema veröffentlichte (u.a. im Autorenblog Carta), Radiointerviews gab und stets in engem Kontakt mit dem BR stand, sowie Christian Grasse, der einen offenen Brief an den BR verfasste. Ich bloggte zeitgleich ebenfalls etwas, setzte spontan ein Wiki auf und rief Netlabelbetreiber und Künstler dazu auf, dort freie Musik einzutragen, die durch die Space Night-Redaktion fortan genutzt werden könnte.

Schnell kam Bewegung in die Sache, dann ein Hin und her – nach der Einstellung zunächst eine BR-Pressemitteilung, die eine Neukonzeptionierung verkündete, dann ruderte BR Alpha-Programmdirektor Werner Reuss im Rahmen eines Zundfünk-Interviews, das später aus dem Netz genommen wurde, in puncto CC-Musik wieder zurück, gefolgt  von einer Ankündigung der Fortführung, die vieles unklar ließ. Und dann vermeldet Tobias Schwarz in seinem Blog heute folgendes:

“Der Bayerische Rundfunk (BR) hat sich dazu entschlossen, die bei den Fans sehr beliebte Kultsendung Space Night komplett mit unter Creative Commons (CC)-lizenzierter Musik (CC-Musik) zu produzieren. Damit ist über vier Wochen nach dem verkündeten Ende der Sendereihe nicht nur das Format gerettet, sondern auch ein von der Fangemeinde gewünschter Weg mit freien Inhalten gewählt worden.”

Eine tolle Nachricht, zumal es bisweilen wirklich nicht gut aussah. Die erste mit CC-Musik vertonte Folge wird bereits am Dienstag, 25. Februar 2012, von 03:00 bis 6:00 Uhr ausgestrahlt. An dieser Stelle mein herzlicher Dank an ‘Isarmatrose‘ Tobias Schwarz, dessen Einsatz diesen schönen Erfolg für die Netaudio-Szene möglich gemacht hat, aber ebenso an Christian Grasse, der das Thema sowohl mithilfe seines Blogs als auch seiner Netzmusik-Expertise von Beginn an begleitet hat und natürlich der Space Night-Redaktion. Und, nicht zuletzt: Herzlichen Dank an alle Netzmusiker, Netlabels und Musikenthusiasten, die Ihre Musik zur Verfügung gestellt haben oder die gute Sache einfach nur durch ihre Stimme unterstützt haben.

Update, 19.02.2013, 21.32 und 23:00 Uhr

Das Wiki bricht offensichtlich gerade mal wieder unter den durch die Medien- und Blogberichte verursachten erhöhten Zugriffen wohl eher aufgrund massiver Spambot-Zugriffe zusammen und läßt kein Speichern zu. - hier kann momentan leider nur Geduld empfehlen, leider handelt es sich nicht um einen High-End-Server

Ich habe das Wiki nun erstmal gesperrt, nur Sysops können derzeit (bzw. morgen, wenn der Provider die Sperrung aufgehoben hat) schreiben. Solltet Ihr Einträge vornehmen wollen, so meldet Euch bitte via mail at superpolar dot org.

Update, 19.02.2013, 22.10 Uhr

John Weitzmann, Jurist, Creative Commons (CC) Deutschland Legal Lead und irights.info-Mitarbeiter, hat sich in einem ausführlichen Blogartikel auf iRights.info äußerst kritisch zur Nutzung von CC-Lizenzen durch die Space Night geäußert. Nach erstem Durchlesen – ich bin kein Jurist und muss das sicher noch ein-, zweimal Lesen, um es zu verstehen – stellt Weitzmann das Szenario sehr negativ – aus meiner Sicht zu negativ – dar. Die unterschiedlichen Positionen zum Thema zeigen sich recht gut in den Kommentaren des aktuellen Netzpolitik.org-Artikels zum Thema. Ich habe dort auch gerade eben etwas gepostet, weil mich die ewige Diskussion ums Geld – hier mit den Stichworten ‘Preisverfall’, ‘Downsizing’, ‘Kosten drücken’ etc. – richtiggehend nervt. Wie ich hier, hier und hier (und wahrscheinlich an einem Dutzend anderer Stellen) schon mal schrieb: Vielen Musiker/innen, die unter CC veröffentlichen, geht es schlicht nicht um neue oder alternative Monetarisierungsmodelle, sondern eher um eine Aufmerksamkeitsökonomie und – im besten Fall – um die Kreativallmende, mit der sich auch der neugegründete Verein Purer Luxus beschäftigt.

Creative Commons Non-Commercial: Alles bleibt wie es ist.

Creative Commons NonCommercial icon. Quelle: Creative Commons.

Creative Commons NonCommercial icon. Quelle: Creative Commons.

Dass mich die Diskussion um das Creative Commons NonCommercial-Modul CC-BY-NC) ein wenig irritiert, hatte ich hier ja bereits aufgeschrieben. Creative Commons und Netzpolitik.org melden nun, dass alles bleibt wie es ist: CC-BY-NC wird weder abgeschafft noch in ‘Commercial Rights reserved’ umbenannt bzw. erweitert.

Gut so, finde ich, und zwar aus einem sehr einfachen Grund: Letztlich liegt es doch an den Nutzern, sich mit den Inhalten und Bestimmungen der Lizenz auseinanderzusetzen. Nur weil Nutzer häufig vorschnell zur CC-BY-NC greifen bzw. diese misinterpretieren, muss das meines Erachtens keine Anpassung oder Umbenennung zur Folge haben. Als ich CC im Rahmen meines Jobs einführte, gab es eigentlich nur eine wesentliche Auflage seitens des mich beratenden Juristen: Verstärktes Lizenzmanagement. In der Praxis bedeutet das. Überlege vor jeder Veröffentlichung eines Inhalts, was Du wem wie unter welchen Umständen erlauben bzw. ermöglichen möchtest, und was nicht – und wähle die entsprechende Lizenz mit Bedacht.