TPB AFK: Dringend anschauen.

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Film Poster. Source: http://www.tpbafk.tv/press-kit/

Der Film ‘The Pirate Bay – Away from Keyboard’ (TPB AFK) des schwedischen Regisseurs Simon Klose wurde bereits am vergangenen Wochenende (7.2.2013) auf der Berlinale vorgestellt und kann, Stand heute, bereits knapp 1,4 Millionen Views auf Youtube vorweisen. Dort ist er – ganz dem Thema entsprechend – frei und legal verfügbar, ebenso auf The Pirate Bay selbst. Wer den Film weitergehend unterstützen möchte, kann ihn auch bezahlen. Eine Remix-Version des Films ist unter einer Creative Commons BY-NC-SA-Lizenz erhältlich.

An dieser Stelle eine Empfehlung an diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben: Es lohnt sich. Wie in guten Dokumentarfilmen üblich, läßt Klose die Protagonisten für sich sprechen, und wahrt – trotz der Tatsache, dass er sie über lange Zeit begleitete (und im Interview mit der Süddeutschen sogar als Freunde bezeichnet) – die nötige Distanz. Ein anderhalbstündiger Werbeclip für The Pirate Bay also? Fehlanzeige. Vielmehr eine aufmerksame Studie der drei wesentlichen Köpfe hinter The Pirate Bay, Gottfrid Svartholm Warg, Fredrik Neij und Peter Sunde, aber auch der Ankläger und Strafverfolger. Diese bestechen nicht gerade durch Objektivität – dem Richter wird gar Befangenheit nachgewiesen. Doch auch Sunde, Warg und Neij offenbaren im Laufe des Films ihre Schattenseiten. Sieht man sie zunächst ganz klar als Betroffene und Verfolgte einer gnadenlosen, aus der Zeit gefallenen Copyright-Industrie, zeigen sie sich im Laufe des Films zunehmend überheblich und selbstgefällig und räumen später gar die Zusammenarbeit mit dubiosen Geldgebern ein.

Fazit: Sympathie, Antipathie, Hacktivismus, Technikhuldigung, Größenwahn, Konservatismus, Urheberrechtswahnsinn … all das und noch viel mehr zeigt der Film, ganz nah beieinander. Prädikat: wertvoll.

P.S.:Lesenswert auch der Artikel zum Film im Zeit Online Netzfilmblog.

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